Triggerpunkttherapie

Die Triggerpunkttherapie ist eine Behandlungstechnik, die ursprünglich von zwei amerikanischen Ärzten, Janet Travell und David G. Simons, entwickelt wurde.
Diese manuelle Behandlungstechnik unterscheidet sich im Wesentlichen von anderen Therapieformen dadurch, dass durch ausführliche Anamnese und Befundung des Patienten erkannt wird, wo die eigentliche Schmerzursache des Patienten liegt. So sind der Ort des Schmerzes und der Ort seiner Entstehung, also die eigentliche Ursache, meist nicht identisch. Effizient und nachhaltig ist die Behandlung aber erst dann, wenn auch die Ursache behoben ist.
Triggerpunkte haben ihre eigenen charakteristischen Ausstrahlungsgebiete (auch „referred pain patterns“ genannt), die oft mit den Schmerzgebieten von Nerven verwechselt werden. Da diese „referred pain Gebiete“ häufig nicht bekannt sind, werden ausstrahlende Schmerzen in der Folge gerne fälschlicherweise als Nervenschmerzen diagnostiziert und dann leider ohne Erfolg therapiert.
Ziel der Triggerpunkttherapie ist die Beseitigung sogenannter „myofaszialer Triggerpunkte“. Diese sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können. Rund 80 bis 90 % der Schmerzsyndrome sollen auf derartige Muskelverhärtungen zurückzuführen sein.